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Informationen zur Aufzucht unserer Welpen

Wir züchten seit 2002 im kleinen Rahmen Langhaarcollies - bis auf Weiteres die herrlichen Farben blue-merle & tricolour - unter strikter Einhaltung der Zuchtordnung des Clubs für Britische Hütehunde e. V. im VDH. Somit werden nicht zwangsläufig jedes Jahr Welpen geboren.
Unsere kleine Zuchtstätte ist sehr familienbezogen und so wachsen unsere Welpen mit engstem Familienanschluss in einer glücklichen Kinderstube im Haus (und dies bis zum Tag der Abgabe) und natürlich im Garten auf. Besucher erstaunt es immer wieder, dass unsere Kleinen „ja tatsächlich“ mit im Haus leben und hier ihren Platz in der Familie haben. Zwinger oder ähnliche Anlagen finden Sie also bei einem Besuch bei uns nicht vor, dafür aber eine recht muntere und sehr kontaktfreudige Colliegesellschaft, die Sie gern in Empfang und "Beschlag" nimmt ....

Von der ersten Minute ihres Lebens an liebevoll umsorgt, erblickt unser Nachwuchs in unserem Beisein in einem ruhigen Raum im Haus das Licht der Welt. Am Tag der Geburt stattet unser Tierarzt der frisch gebackenen Mama und den Welpen einen ersten Antrittsbesuch ab und die Kleinen werden ihrem ersten "Gesundheits-Check-up" für einen optimalen Start ins Leben unterzogen. Persönlich halte ich nichts davon, die Wurfkiste an einem belebten Ort im Wohnzimmer neben dem TV oder in der Küche zwischen der Kinderschar stehen zu haben, Mutterhündin und Welpen benötigen in der ersten Zeit sehr viel Ruhe.

Das ändert sich jedoch nach ca. 3 Wochen schlagartig, denn dann ist Abwechslung gefragt, um den kleinen Entdeckern gerecht werden und sie gut prägen zu können. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem der Zuchtwart die Welpen und die Mutterhündin das erste Mal kontrolliert hat. Ganz alltägliche Geräusche (Staubsauger, Waschmaschine) gehören ebenso zur Prägung wie Besucher unterschiedlichen Alters, verschiedene Bodenbeläge und ein interessanter Welpenspielplatz, später kleine Ausflüge in die nahe gelegene Stadt. Die Kleinen ziehen mit ca. 4 - 5 Wochen - je nach Witterung - tagsüber in einen größeren Welpenraum um, genießen ihren Freilandauslauf im Garten (gemeinsam Löcher buddeln und Zweige knabbern macht super viel Spaß) und können jederzeit auch im Haus bestimmte Räume „unsicher“ machen. Das Gewöhnen an andere Kleintiere (Katze, Hühner/Enten, später Schafe und Pferde) gehört auch dazu.



Nachbarskinder werden „ausgeborgt“, damit die Welpen auch die ganz kleinen bzw. kleineren Zweibeiner kennen- und den Umgang mit ihnen erlernen können. Selbst anfangs recht zaghafte oder im Umgang mit Hunden unerfahrene Kinder tauen nach einigen Minuten auf... und beide Seiten haben stets viel Spaß beim gegenseitigen "Beschnuppern". Vanessa z. B.ist ganz stolz, zur Namensgebung unseres "Nick" (Genesis Black) beitragen zu haben.

Sind die Welpen etwas größer und mit der 8. Woche das mind. 2. Mal geimpft, stehen auch kleine Ausflüge -im maximalen Zweierpack - in die Stadt auf dem Plan, um auch dort einiges kennenzulernen, was es im Dorf nicht gibt: den Supermarkt, viel Straßenverkehr, den Bahnhof, große, belebte Parkplätze und natürlich auch das Büro von Frauchen, das mittels Fahrstuhl (oh, spannend und macht Spaß) zu erreichen ist.

Welpen unseres G-Wurfes beim gegenseitigen Beschnuppern mit einem Nachbarskind.

Hey super, die geht ja auf und zu! Und warum darf ich da nicht rein?? "Harpo" beim Spaziergang in der Stadt.

"Bean sweet boy", a. d. Foto ca. 13 Wochen alt, zu Besuch beim Pferd auf der Koppel.

Der Züchter trägt eine große Verantwortung, dem späteren Besitzer einen optimal sozialisierten Welpen anvertrauen zu können - dies wiederum ist mit Arbeit und nicht zu unterschätzendem Zeitaufwand verbunden. Und nicht immer verläuft alles so, wie man es sich wünscht, Schwierigkeiten oder Komplikationen können auftreten - Zucht ist nicht durch die rosarote Brille zu sehen. Auch negative, traurige Erlebnisse müssen verarbeitet werden.

Wer einen Colliewelpen in sein Zuhause aufnehmen möchte, sollte sich mehrere Zuchtstätten anschauen – er wird Unterschiede in der Haltung, im Rassetyp, auch in den Zuchtzilen der Züchter feststellen können und sollte vergleichen. "Wo" möchte er seinen zukünftigen Begleiter für die nächsten 12 – 15 Jahre kaufen, welches Umfeld wünscht man sich für seinen Welpen, "wie" wächst der Welpe auf? Steht der Züchter auch nach der Abgabe gern hilfreich zur Seite, falls Fragen oder Probleme auftreten? Stellt der Züchter seine Hunde gern vor, hat er ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner gut gepflegten Mutterhündin? Haben die Hunde Besuchern gegenüber ein offenes, aufgeschlossenes Wesen? Gewährt der Züchter Einblick in die Gesundheitsergebnisse seiner Zuchttiere? Hat der Züchter Fragen an Sie - oder hat er evtl. keine ...? Sie sollten sich darauf einstellen, dass wir Ihnen "Löcher in den Bauch fragen" - denn wir möchten schon gern wissen, wem wir einen Welpen anvertrauen können und ihn dauerhaft gut aufgehoben wissen, wie sein zukünftiges Betätigungsfeld sein wird, wie sein Tagesablauf.
Wie ist das Umfeld im Züchter(haushalt), wenn die Hunde mit im Haus leben: sind die Schlaf- und Futterplätze sauber? Gut gepflegte Welpen „riechen“ gut, haben ein sauberes Fell, sind moppelig, munter und aufgeweckt (es sei denn, sie schlafen gerade, dann warten Sie doch einfach bei einer Tasse Kaffee, bis die kleine Bande wach ist!).



Interessenten an einem Welpen sind herzlich eingeladen, die Kleinen nach der ersten durchgeführten Wurfkontrolle durch den Zuchtwart (nach der vollendeten 3. Lebenswoche) gern regelmäßig und möglichst mit der ganzen Familie zu besuchen. Man kann so die Entwicklung der Welpen mitverfolgen und hat zudem die Möglichkeit, den genau zur Familie „passenden“ Welpen zu finden. Bis zur vollendeten 3. Lebenswoche lassen wir Mama und Kindern jedoch die unbedingt nötige Ruhe zukommen, danach sind abwechslungsreiche Tage und Besucher unterschiedlichen Alters ganz wichtig für eine optimale Prägungsphase. Gern erinnere ich mich an unseren D-Wurf und auch E-Wurf, in dem einige Familien eine von uns gern gesehene "Wurfbegleitung" machten und das ganze Auto voll geladen mit allen Verwandten etc. zur regelmäßigen wöchentlichen Stippvisite kam. Bei schönstem Frühlings-/Sommerwetter war die Welpenwiese mit Besuchern belagert, die Welpen, unsere Collies, die Besucher und wir hatten sehr viel Spaß.


"Wie" werden nun unsere Welpen ab der 9. Lebenswoche an ihre neuen Menschen abgegeben? 

o Die Welpen sind regelmäßig tierärztlich kontrolliert (anlässlich Impf-, Chip-        und  Augenuntersuchungstermin). Die Erstkontrolle der Welpen und der Mutterhündin wird am Tag der Geburt durch unseren Tierarzt bei uns Zuhause durchgeführt.

o       Die Kleinen sind bei der Abgabe regelmäßig entwurmt (der Nachweis hierzu erfolgt in einem tierärztlich bestätigten Entwurmungspass).

o       Jahreszeitbedingt erfolgt für jeden Welpen/Junghund vor der Abholung eine Spot-on-Behandlung gegen Zecken.

o       Mit der 6. Lebenswoche werden die Welpen das erste Mal gegen Staupe und Parvovirose geimpft (so genannte "Puppy-Impfung").

o       In diesem Alter wird ihnen auch ein Microchip gesetzt und die erste Autofahrt zum Tierarzt steht auf dem Tagesplan (ganz schön aufregend!).

o       Mit der 7. Lebenswoche werden die Kleinen auf erbliche Augenerkrankungen untersucht (CEA-PRA-Katarakt). Hier haben wir eine für uns eine längere Autofahrt von über einer Stunde in den schönen Oberharz zu absolvieren, denn diese Untersuchung wird nur von wenigen Tierärzten mit Zusatzausbildung Augenerkrankungen vorgenommen. Meist wird lautstark protestiert... um auf der Rückfahrt noch lauter "schimpfen" zu können :-)  An diesem Tag sind die Welpen dann (kurzfristig) ziemlich "geschafft" von vielen neuen Eindrücken und ihrer ersten wirklich größeren Reise. Und der Chauffeur der kleinen Bande genießt nach der Fahrt erstmal absolute "Ruhe"....  Aber bei der Rückkehr Zuhause ist nach kurzer Zeit alles schnell vergessen, es wird im Garten getobt, und die Kleinen sind wieder um einige Erfahrungen reicher! Bislang haben alle Welpen von den regelmäßigen Autofahrten profitiert und haben auch im neuen Zuhause kein Problem damit. 

Hey, wo sind wir denn hier? Erstmal alles unters Näschen nehmen.

7 Woche alter Welpe bei der Vorbereitung auf die anstehende Augenunter-suchung ... natürlich wurde vorher gemein-schaftlich der Warteraum   "gewässert"    

o       Mit der 8. Lebenswoche werden die Welpen dann das 2. Mal geimpft (5-fach: SHPPiL) – und wieder wird mit Allen das Autofahren geübt – meist immer noch mit lautem Gesang ;-)

o       Alle Welpen werden zum 2. Impftermin noch einmal sehr gründlich vom Tierarzt untersucht, kleine Rüden werden zusätzlich "auf Vollständigkeit" :-) überprüft. 

o       Auf Wunsch der neuen Besitzer werden die Welpen dem MDR1-Gentest unterzogen, insofern die Genvariante zu ermitteln ist. 

o       Die Welpen erhalten den Europäischen Heimtierausweis und werden von uns beim Zentralen Haustierregister, TASSO e. V., angemeldet.

o      Die Welpen erhalten nach der Endkontrolle (Wurfabnahme) des Wurfes durch den Zuchtwart eine international anerkannte Ahnentafel des Clubs für Britische Hütehunde (VDH/FCI), Welpen, die ins Ausland umziehen, erhalten zusätzlich die Auslandsanerkennung des VDH (Export-Pedigree).

o       Aus gegebenem Anlass sind alle Welpen seit dem Jahr 2010 bei Abgabe durch uns für weitere 3 Monate in ihrem neuen Zuhause kostenfrei durch uns haftpflichtversichert.

o       Jeder Käufer erhält eine individuell gestaltete Broschüre mit Haltungs-, Pflege- und Ernährungstipps sowie das Wiegeprotokoll seines Welpen (wir wiegen täglich), inkl. Welpenfibel.

o       Ebenso bekommt jeder Käufer eine Kopie des Protokolls der ersten Wurfkontrolle und der durchgeführten Wurfabnahme (in der Gesundheits- u. Pflegezustand der Welpen, der Mutterhündin sowie der weiteren Hunde, die Aufzuchtbedingungen und der Sozialisierungsstand der Welpen überprüft wurden).

o       Ein Startset mit Halsband, Leine, Fressnapf, Spielzeug, Hundehandtuch und dem üblichen Welpenfutter sorgt dafür, dass der Kleine auch in den ersten Wochen mit seinem gewohnten Futter versorgt wird. Wir vertrauen bei der Welpenaufzucht auf "PRO-PLAN". Die neue Familie muss nur noch einen geeigneten Schlafplatz für den kleinen Schatz besorgen, auf Wunsch können wir dies auch gern übernehmen.

Wir wünschen uns einen guten, offenen und möglichst regelmäßigen Kontakt zu unseren Welpenkäufern. Damit stehen wir generell auch bei Fragen oder Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung, mit mittlerweile knapp 40 Jahren Rasse - und 10 Jahren Zuchterfahrung. Im kleinen Kreis führen wir auch regelmäßige Treffen mit unseren "ehemaligen" Welpen und ihren Familien durch. Sofern es umsetzbar und zeitlich machbar ist, besuchen wir auch unsere späteren "Großen" in ihrem neuen Zuhause.
Sollten Sie Interesse an einem Welpen aus unserer Zuchtstätte und der vorgesehenen Wurfplanung haben, evtl. auch eine längere Wartezeit in Kauf nehmen können, sprechen Sie uns bitte einfach darauf an. Bevorzugt lernen wir die neuen Familien gern schon "vor" der Geburt ihres Welpen bei einem netten Nachmittag bei uns mit ausgiebigem Colliespaziergang und anschließendem "Kaffeeklatsch" kennen. 

© aller Texte & Fotos (soweit nicht anders bezeichnet): Steffi Jaenecke
Jegliche Weiterverwendung - Urheberrecht  - ist untersagt! Dies gilt auch generell für eingestellte Wurfanzeigen!